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Freiwillige Feuerwehr Markt Ippesheim

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1. Kommandant:
Armin Allmoslechner

2. Kommandant:
Stefan Hegwein

1. Vorstand:
Werner Franz

2. Vorstand:
Manuel Schumann

Kassier:
Christian Krauß

 

Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Markt Ippesheim


Die Geschichte des Brandschutzes in Ippesheim reicht weit zurück. Schon für das ausgehende Spätmittelalter lassen sich Unglücksfälle, Brände und Maßnahmen zum Brandschutz nachweisen.

Im Dunkel der Geschichte liegt, ob bei dem großen europäischen Erdbeben vom 18. Oktober1356 Brände in unserem Ort ausbrachen. Belegte Berichte aus vielen anderen europäischen Orten, wie z. B. aus dem nahe gelegenen Rothenburg, lassen es zumindest vermuten. Für den 30. April 1590 ist aber nachweislich ein Großbrand in Ippesheim erwähnt, dem 80 Häuser zum Opfer fielen.

Ebenso nachweislich erließ Ludwig von Hutten (Ritter zu vördern Frankenberg) bereits 1529 eine Dorf-, Gerichts- und Mühlordnung für seine Dörfer Ippeßheim, Reusch, Jeckenheim, Pulnheim und Nenzenheim. In dieser wurden auch Maßnahmen zur "Verhütung gefährlicher Feuerbrunst" ergriffen, so wurden Strohdächer auf einer gewöhnlichen Behausung und auf Backöfen verboten.

Während des 30-jährigen Krieges überfielen am 9. oder 10. September 1634 kroatische Reiter des kaiserlichen Feldherren Piccolomini Ippesheim und brannten es bis auf sechs Gebäude vollständig nieder. Der Überlieferung nach soll es sich dabei um die Häuser Nummer 2, 41, 86, 88, 74 und 78 gehandelt haben. Auch das Schloss und das Kirchenschiff brannten aus. Noch um 1685 werden 18 "öde Hofstätten" und acht "Brandstätten" gezählt.

1751 wurde das obere Torhaus durch das Kind Moritz Rosen in Brand gesteckt. Auf den teilweise stehen gebliebenen Außenmauern wurde 1791 das heutige Haus Nummer 105 errichtet.

In der erweiterten Dorfordnung von 1759 wurde der Feuerschutz näher präzisiert. So waren bereits damals Eltern für durch ihre Kinder gelegte Brände haftbar. Jährlich mussten acht Männer die schon vorhandenen Leitern, die Feuerhaken, die Ledereimer und die Spritze prüfen.

Im Jahr 1811 zündete bei einem fürchterlichen Nachtgewitter ein Blitzstrahl im Turm, dessen Flamme vom Patrimonialsrichter Schneider gelöscht werden konnte. Dieses Ereignis hatte die Anschaffung einer Wetterstange und einer Feuerwehrspritze ("kleine Spritze") zur Folge. Es muss also schon vor der Gründung der FFW eine Löschgruppe existiert haben.

Auf Veranlassung der Woellwarthschen Dorfherrschaft erstellte die Gemeinde 1825 eine "Feuerordnung". Diese Richtlinie nahm z. B. Bürger in die Pflicht, bei einem Brandfall Wasser zur Brandstelle zu bringen, sowie die örtlichen Zimmer- und Maurerleute, bei einem Brand mit ihrem Werkzeug zur Verfügung zu stehen. Für Ordnung im Brandfall sorgte das "Ippesheimer Feuer-Piquet", das aus einem Korporal und acht Landwehrmännern bestand. 1840 wurde diese Ordnung erweitert; es wurden 75 Personen namentlich benannt, die im Brandfall Wasser zu schöpfen hatten. Auch wurden 12 Gespanne für den Wassertransport eingeteilt.

Die Freiwillige Feuerwehr Mkt. Ippesheim wurde aber erst am 1. Juli1875 gegründet. Unter Kommandant Lang dienten damals über 80 Feuerwehrmänner. Regelmäßig wurden pro Jahr vier Vorübungen und ein bis zwei Hauptübungen abgehalten. Die Wehr gliederte sich in vier Züge, den Steigerzug, den Hydrophorzug ("Große Spritze"), die "Kleine Spritze" und die Ordnungsmannschaft. Alle Führungsdienstgrade wie Vorstand, Commandant (Hauptmann), Adjudant, Schriftführer (Sekretär) und Kassier wurden im Turnus demokratisch gewählt. Die Zug- und Rottenführer und ihre Stellvertreter wurden bestimmt. In dieser frühen Zeit unserer Feuerwehr traten viele Männer ein und auch schnell wieder aus. Sie waren im Dorf als Dienstknechte beschäftigt und wechselten oft jährlich an Lichtmess Dienstherrn und Dienstort. Andererseits finden sich in den alten Dienstprotokollen auch viele Namen, die ebenso in den modernen Listen wieder auftauchen. Die Mannschaft hielt eine durchschnittliche Stärke von etwa 80 Feuerwehrleuten. Heutzutage ist eine Stärke von ca. 27 bis 40 Feuerwehrdienstleistenden ausreichend.

Regelmäßig wurde in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg zum Geburtstag des Prinzregenten Luitpold am 12. März in Uniform ein gemeinsamer Kirchgang durchgeführt. In die Zeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts fielen auch die meisten Einsätze – ob im Ort selbst oder in Nachbargemeinden, bis ins 9 km entfernte Uffenheim hinein.

Die Führung unserer Wehr war nur von unseren eigenen Entscheidungen abhängig. Als einzige Einflussnahme von übergeordneten Stellen war bei den regelmäßigen Kontrollen der der für den Feuerschutz zuständigen kgl. bay. Bezirksamtmänner zu bemerken. Dies änderte sich erst 1935, als die Feuerwehr nach dem Führerprinzip gleichgeschaltet werden musste; alle Personal- und technischen Entscheidungen mussten von der Kreisleitung der Partei genehmigt werden. 1940 folgte die organisatorische Eingliederung in die Polizeikräfte.

Nach dem zweiten Weltkrieg strukturierte sich die Feuerwehr neu, der 1935 definierte gruppenweise Aufbau der Wehr wurde beibehalten. Es wurden vier Gruppen mit von den Kommandanten bestimmten Gruppenführern gebildet. Die Kommandanten und Vorstände sowie deren Stellvertreter und der Kassier werden seitdem wieder demokratisch gewählt. Eine Wahlperiode dauert sechs Jahre.

1963 wurde die alte, 1934 angeschaffte Tragkraftspritze endlich durch eine neue ersetzt. 1984 konnte ein Gerätehaus eingeweiht werden. Seit 1997 kann sich unsere Feuerwehr im Internet weltweit allen Interessierten präsentieren. 1999 konnte erneut eine neue Tragkraftspritze beschafft werden, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiterhin optimal zu halten.

Am 2. Juli 2000 feierte die Wehr mit vielen Bürgerinnen und Bürgern der Großgemeinde das 125-jährige Bestehen. Um eine tagsüber durch die zunehmende Zahl der Pendler verringerte Einsatzbereitschaft zu verhindern, entstand eine Frauengruppe. Im Jahr 2001 kann die damals fünfköpfige Frauengruppe bereits die Leistungsprüfung "Bronze" mit Erfolg absolvieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Mkt. Ippesheim wurde in der Zeit ihres Bestehens zu vielen Bränden gerufen und konnte immer gute Hilfe leisten. Grund dafür sind die regelmäßigen Übungen und der kameradschaftliche Zusammenhalt der Feuerwehrdienstleistenden.

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