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Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Herrnberchtheim

1800: Infolge eines Blitzschlages brannten auf den Anwesen Haus-Nr. 14, 15 und 16 drei Wohnhäuser, drei Scheunen und drei Viehställe nieder. Bis zum „Rodheimer Holz“ trieb der Wind die brennenden Knoten der Strohseile, die in der bevorstehenden Ernte Verwendung finden sollten.

1825: Im Kirchturm schlug der Blitz ein. Dabei entstand am Turm, am Kirchendach und an den Zifferblättern ein Schaden in Höhe von 54 Gulden.

 


1865: Ein weiterer Schaden im Kirchturm dürfte zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Herrnberchtheim entscheidend beigetragen haben: Am 14. Mai 1865 wurde bei einem heftigen Gewitter um 22.00 Uhr nachts die Pyramide des Kirchturms von einem Blitzschlag getroffen. Das von Dohlen und Eulen angehäufte Reisig entzündete sich, und die Flammen schlugen aus dem Turm. Die meisten jungen Dorfburschen waren beim Tanz in der Nachbargemeinde Ippesheim, wo an jenem Sonntag der Frühjahrsmarkt stattgefunden hatte. Drei Mann eilten bei Nacht und tobendem Sturm mit einigen Gießkannen voll Wasser auf die Plattform der Turmlaterne. Auf einer Hühnerleiter stehend, rissen sie das brennende Reisig herunter und löschten es mit Wasser. Die von den Flammen ergriffenen Stellen des Gebäudes schnitten sie mit ihrem Taschenmesser aus. So retteten die drei besonnenen Burschen den Kirchturm und vielleicht auch die Kirche selbst vor der Zerstörung durch das Feuer.

1914: Kurz vor der Sommerernte entzündete ein Blitzschlag die Scheune des Postboten.

1918: In einem landwirtschaftlichen Betrieb war die Dreschmaschine heiß gelaufen und die Scheune wurde ein Raub der Flammen.

1945: Wohl die größte Brandkatastrophe in Herrnberchtheim ereignete sich in den letzten Wochen des zweiten Weltkrieges. Heftig tobten damals die im offiziellen Wehrmachtsbericht genannten Kämpfe um den Bahndamm. Zweimal wechselte das Dorf seinen „Besitzer“. Nachdem es der deutschen Wehrmacht zunächst gelungen war, schwächere Kampfgruppen der Amerikaner zurückzudrängen und das Dorf in Besitz zu nehmen, erfolgte wenige Tage später ein harter Gegenschlag: Am Ostermontag abends wurde die Ortschaft schwer unter Beschuss genommen, und während der folgenden Nacht – es war der 3. April 1945 – platzte eine Brandbombe nach der anderen auf den Ort. Als die Bewohner aus den verschiedenen Kellerräumen wieder hervorkommen konnten, war kaum noch eines der brennenden Gebäude zu retten. Die grausige Bilanz: Zwölf Wohngebäude und 34 landwirtschaftliche Gebäude waren total zerstört, vier Wohnhäuser und drei Wirtschaftsgebäude waren schwer und sieben Wohngebäude leicht beschädigt. Nach diesen Schreckenstagen blieb das Dorf knapp zwei Jahrzehnte hindurch von schlimmen Brandfällen verschont, bis sich in den sechziger Jahren geradezu eine Brandserie ereignete.

1963: Am 14. August 1963 brach auf einem Getreideacker ein Flächenbrand aus.

1964: Am 1. August 1964 brannte entlang des Bahndammes eine Fichtenhecke größeren Ausmaßes. Am 29. August 1964 entzündete ein Blitzschlag eine mit gehäckseltem Stroh angefüllte Scheune. Die Scheune konnte vor der drohenden Vernichtung gerettet werden.

1967: Ein Großfeuer brach am 26. Oktober 1967 n den späten Abendstunden aus. Bei einem Anwesen brannten der Stall und die Scheune. Beim Nachbarn wurde die Scheune vom Feuer mit erfasst.

Die Wasserversorgung im Ort Herrnberchtheim kann als gut bezeichnet werden. Das Ortsnetz der Fernwasserversorgung besteht überwiegend aus einem Ringleitungssystem mit Ober- und Unterflurhydranten. Zentral im Ort befindet sich ein Löschweiher mit Saugschacht und ausreichendem Wasservorrat für den Ernstfall. Im Zuge der Verrohrung des 300 Meter langen Dorfbaches im Jahre 1967 wurde bei der früheren „Schmiedsbrücke“ ein geräumiger Stauschacht errichtet. In diesem Entnahmeschacht für Feuerlöschzwecke darf die wuchtige Stauklappe nur im Brandfall zur Wasserentnahme geschlossen werden. An der „Schwemme“ (am östlichen Ortsrand) wurde ebenfalls eine Staumöglichkeit für die Löschwasserentnahme geschaffen.

1968: Am 24. August 1968 standen ein Stall und eine Scheune in Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Am 11. / 12. Juli 1970 feierte die FFW-Herrnberchtheim ihr 100-jähriges Bestehen. eigentlich waren es schon 103 Jahre. Die 100-Jahrfeier begann am Samstagabend mit einem Festkommers. Die Schirmherrschaft hatte Staatssekretär Dr. Karl Hillermeier übernommen. Verdiente Feuerwehrkameraden wurden für 40 u. 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt und
ausgezeichnet. Der Sonntag, 12.07.1970, begann mit gemeinsamen Gottesdienst, Totenehrung am  Kriegerdenkmal, Standkonzert am Eyringplatz und einer Schauübung der Feuerwehren aus Uffenheim und Gollhofen. Am Festumzug durch den Ort beteiligten sich 65 Feuerwehrabordnungen und 5 Musikkapellen. Tausende Schaulustige säumten die Straßen, als sich der Festzug zum Bierzelt bewegte. Zahlreiche Ehrengäste und Führungskräfte der Feuerwehren konnten vom 1. Kommandanten und Kreisbrandmeister Leonhard Münz begrüßt werden. Für die Feuerwehr Herrnberchtheim war die 100-Jahrfeier eine gelungene Veranstaltung.

Im Jahr 1977 begann für die freiwillige Feuerwehr Herrnberchtheim ein neuer Zeitabschnitt. Mit der Beschaffung und Stationierung  ) eines Löschgruppenfahrzeuges LF 8 am 9.02.1977 wurde Herrnberchtheim zur Stützpunktwehr im Uffenheimer Gau. Durch die neue zur Verfügung stehenden Technik und Ausrüstung war es nun möglich jederzeit mit der Einsatzzentrale über Funk Kontakt zu halten und zum Schutz der Mannschaft die Löschangriffe mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten durchzuführen. Für die Mannschaft folgten zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen und Lehrgänge am neuen Gerät.

Am Spätabend des 26. August 1977 wurde die Feuerwehr alarmiert, weil ein 90 Jahre altes Stalldeckengewölbe eingebrochen war. Zahlreiche Rinder und Schweine mussten gerettet werden.

Am 15. Juli 1978 fand die Einweihungsfeier und Übergabe des neu gebauten Feuerwehrhauses statt. Für die Trocknung der Schläuche stellte der Schlauchturm eine wesentliche Verbesserung dar. Für die Unterstellung der Gerätschaften und des Löschgruppenfahrzeuges LF 8 war genügend Raum vorhanden. Auch an Parkplätze vor dem Gerätehaus wurde gedacht.

Mitte Mai 1979 wurde auf dem alten Schulhaus und damit zentral im Ort eine funkgesteuerte Feuersirene angebracht, was für eine bessere und schnellere Alarmierung der Feuerwehr sorgte. Die Zeit, in der noch per Hornist im Alarmfall alarmiert worden war, war zu Ende.

Im März 1981 erhalten der 1. Kommandant und sein Stellvertreter je einen Funkmeldeempfänger für die bessere Erreichbarkeit bei einer Alarmierung.

Am 09.06.1983 wurde die Wehr zu einem größeren Scheunenbrand in die Nachbarortschaft Gollhofen gerufen. Der Brand entstand durch Blitzschlag.

Am 31.08.1983 brannte der Bahndamm in Herrnberchtheim. Mit Wasserzufuhr durch landwirtschaftliche Güllefässer wurde der Brand gelöscht.

Am 28.10.1983 wurde die Feuerwehr Herrnberchtheim zu einem größeren Brand nach Uffenheim gerufen. Wohnhausbrand im 5. Stock.

Am 14. / 15. Juli 1984 wurde das 100-jährige Spritzenjubiläum unserer alten, noch mit Muskelkraft betriebenen Pumpspritze aus dem Jahr 1883 gefeiert. Ein Pferdegespann zog die Spritze beim Umzug, wie vor 100 Jahren. Eine Schauübung mit dem Gerät, aber mit jüngeren Wehrmännern, wurde abgehalten. Die Spritze ist noch in gutem Zustand erhalten und wird von der Feuerwehr zur Erinnerung an die „frühere Zeit“ aufbewahrt.

Zu einem Küchenbrand in Herrnberchtheim wurde die Wehr am 10.11.1984 gerufen.

Zu einem schwierigen Einsatz in Uffenheim wurde die Wehr am 06.12. 1984 alarmiert. In der Altstadt, in einem Textilgeschäft, war ein Feuer ausgebrochen und breitete sich schnell bis zum Dachgeschoß aus.

Am 17.12.1984 erhält die Feuerwehr drei Handsprechfunkgeräte für ihre Einsätze. Zuvor musste es ohne Handsprechfunkgeräte gehen.

Am 22.08.1986 brannte auf einem Getreidefeld in Herrnberchtheim ein Mähdrescher. Die gerufenen Wehrmänner löschten den Brand an der Maschine und auf  dem Getreidefeld, welches ebenfalls Feuer gefangen hatte.

Zu einem Zimmerbrand in Herrnberchtheim wurde die Wehr am 11.01.1987 gerufen.

Am Abend des 06.11.1987 wurde die Feuerwehr zu zwei Bränden gerufen - beim Brand eines Getränkemarktes am Blauberg und drei Stunden später zu einem Großbrand bei einem landwirtschaftlichen Anwesen in Gollachostheim.

Am 03.05.1990 rückt die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand nach Weigenheim aus.

Am 21.07.1990 brennt ein VW-Kleinbus im Ort und wird gelöscht.

Am 22.07.1990 brennt in Gollhofen der 1. Stock und das Dachgeschoß eines Wohnhauses.

Bei der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herrnberchtheim am 08.03.1991 wird der „Feuerwehrverein Herrnberchtheim“ gegründet. Die Vereinsführung besteht aus 1. u. 2. Vorstand, Kassier und Schriftführer.

Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Ort, hatte sich am 26.06.1991 gepresstes Heu so stark erhitzt, dass die Gefahr der Selbstentzündung bestand. Die Ballen wurden zur Sicherheit unter Mithilfe der Feuerwehr aus der Scheune ins Freie gebracht.

Ein brennender Güterzug, beladen mit Holz, wurde am 22.05.1992 auf dem Abstellgleis am Bahnhof in Herrnberchtheim abgestellt. Die gerufene Feuerwehr konnte das Feuer löschen.

Am 02.06.1993 brennt der Bahndamm in Herrnberchtheim.

Getreideackerbrand in Ippesheim am 30.07.1993.

Am 14.08.1993 Wohnungsbrand in Ippesheim am Marktplatz. Ein Hausbewohner kann sich über das Dach retten.

Am Nachmittag des 17.10.1994 wird die Feuerwehr alarmiert, weil im ehemaligen Brauereigebäude in Uffenheim ein Brand ausgebrochen war. Scheune und Stall brannten. Glimmendes Stroh im ehemaligen Stall machten am Abend einen zweiten Einsatz erforderlich.

Ein Wohnzimmerbrand im Ort wurde am 03.02.1997 gelöscht und somit größere Gefahr für das Wohnhaus verhindert.

Im Jahr 1997 wurde die Wehr mehrmals alarmiert, weil das trockene Gras am Bahndamm um Herrnberchtheim brannte. Hinzu geholte Landwirte fuhren mit ihren Fässern Wasser zum Löschen bei.

Am 1. Weihnachtsfeiertag, 25.12.1999 brennt in Ippesheim eine Holzlege, die gelöscht wird.

Am 24.02.2000 rückt die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand nach Ippesheim aus.

Bahndammbrand am 16.08.2001 zwischen Gollhofen und Herrnberchtheim.

Ein Holzlager brennt am 04.06.2002 am Dorfrand von Herrnberchtheim.

Bahndammbrand  am 26.04.2003 in Herrnberchtheim.

In der Nacht am 16.07.2003 brennt am Dorfrand ein Getreideacker.

Am 19.02.2004 wird die Feuerwehr alarmiert, weil in Herrnberchtheim eine Dachwohnung
brennt.

Am 07.09.2004 brennt ein Holzlager am Dorfrand, welches gelöscht wird.

Am 14.02.2006 beteiligt sich die Feuerwehr Herrnberchtheim am Katastrophenschutzeinsatz „Schnee von Dächern räumen“ im Lkr. Regen, Ort: Bayrisch Eisenstein. Zusammen mit weiteren 100 Kameraden aus den Lkr. Neustadt/A. werden Dächer mit über 1 m Schneeauflage abgeräumt, um das Einbrechen der Dächer zu verhindern.


Am 04.04.2006 verunglückt ein mit Schweinen beladener LKW am Dorfrand nach Gnötzheim. Die Feuerwehr übernimmt die Absperrung und hilft bei der Rettung und umladen der Tiere.

Am 05.12.2006 brennt auf den Auto-Rasthof im Gewerbegebiet die Kabine eines Lkw.

Die aufgeführten Einsätze der freiwilligen Feuerwehr Herrnberchtheim zeigen nur einen Teil der Alarmierungen auf und sind nicht vollständig. Im Durchschnitt der letzten Jahre wird die Wehr ca. vier bis sieben Mal im Jahr alarmiert. Der Einsatzbereich der „Hilfeleistung bei Brandeinsätzen“ liegt je nach Auslösung der Alarmstufe bei ca. 8 km.

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